Meinungen

Auf dieser Seite soll ein Sammelsurium von Meinungen zum Thema Gentechnik und Patent auf Leben, präsentiert werden. Wenn auch Sie Ihre Meinung zu dieser Thematik mitteilen möchten, dann können Sie uns eine eMail senden.


„Schon die Absicht, mit den Genen herumzupanschen, kommt einer gefährlichen Brutalisierung der wissenschaftlichen Phantasie gleich. Wie jede Senkung des moralischen Niveaus erfolgt sie in kleinen Schritten; zuerst die eine Lappalie, dann die andere, und plötzlich befinden wir uns in einem genetischen Schlachthaus.”
Erwin Chargaff, Entdecker der DNA


Die Natur weiß was sie tut.
Wenn man eine Pflanze gentechnisch verändert, ändert sich das ganze natürliche Leben um sie herum. Pflanzen repräsentieren die Kräfte des Lebens. Wenn wir sie verändern, verändern wir das Leben der Gesamtwelt. Wissen die Wissenschaftler denn wirklich was sie der Menschheit damit antun? Wissen sie, was in Zukunft durch das veränderte Leben geschehen wird? Viele Menschen sind nur deshalb krank, weil zu wenig Lebenskraft durch bereits geschwächte Nahrungsmittel aufgenommen wird. Jede durch zu viel Stickstoff und andere Chemikalien hoch geputschten Ackerfrüchte enthalten sehr viel weniger Lebenskräfte. Wenn man künstlich düngt, vermehrt man nicht die Lebenskraft, sondern nur die materiellen Bestandteile. Forscher haben schon lange entdeckt, wie Pflanzen miteinander kommunizieren und hochkomplexe Informationen untereinander austauschen, sich gegenseitig Hilfe schicken, Duftstoffe und giftige Wirksubstanzen absondern, um Plagegeister zu vertreiben, andere Nützlinge herbeizurufen, um Schädlinge abzuwehren. Die Natur weiß alles sehr genau wenn man sie nur machen lässt.

Marianne Pohl, aus Körle. 12.02.07


Herzlichen Gruß aus Frankfurt ! Nach den Medienberichten der letzten Tage habe ich das gute Gefühl, dass wir auf einen erfolgreichen Weg sind. Es häufen sich (die uns ja großenteils bereits bekannten) Meldungen, dass die Folgen der Erbgutveränderungen in Organismen durchaus sehr dramatisch sind und unkalkulierbare Risiken tragen. Immer deutlicher wird, dass es sich der Mensch in seiner eingeschränkten Sichtweise in keiner Weise anmaßen darf, Jahrtausende der Evolution für sinnlos zu erklären. Gott sei dank. Aber es wird für uns noch ein langer, steiniger Weg gegen Profitmaximierer wie Monsanto den Durchbruch zu erringen.

Jo... aus Frankfurt/M
per e-Mail
22.06.07


Bundespräsident Horst Köhler äußerte sich auf dem deutschen Bauerntag in Bamberg am 28.06.2007 kritisch über die Gentechnik in der Landwirtschaft:
Eher kritisch äußerte sich Köhler zur grünen Gentechnik. „Oberstes Ziel des deutschen Gentechnikrechts muss der Schutz von Mensch und Umwelt bleiben.“
Seine Forderung richtete sich an Bundesagrarminister Horst Seehofer, der in der ersten Reihe saß. Grüne Gentechnik könne eine Innovation sein, die bislang aber nur wenige Bauern und Verbraucher auf den Feldern sehen wollten, sagte Köhler in Anlehnung an das Motto des Bauerntags „Innovativ auf allen Feldern“.
Die Wahlfreiheit der Verbraucher und das Nebeneinander der unterschiedlichen Bewirtschaftungsformen müssten gewährleistet bleiben. Es müssten auch die möglichen Folgen bedacht werden, „die sich aus einer marktbeherrschenden Stellung einzelner Saatgutunternehmen ergeben könnten“, warnte Köhler.
Zugleich warb der Bundespräsident für den ökologischen Landbau. „Inzwischen sind Bioprodukte für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit“, sagte Köhler. Eine Stärke des Bioanbaus sei die regionale Ausrichtung, wodurch etwa qualvolle Tiertransporte vermieden werden könnten. „Darum finde ich es gut wenn immer mehr Landwirte erwägen, sich auf ökologischen Landbau umzustellen.“ Die lautstärkste Zustimmung aber erhielt Köhler für seine Kritik am anhaltenden Preisdumping. „Täglich werden Lebensmittel zu Schleuderpreisen verramscht“, sagte Köhler. Er sehe diese Entwicklung mit Sorge. Gute Lebensmittel könne es nicht zum Billigtarif geben. So verständnisvoll und mit soviel Engagement hatte lange kein Politiker mehr zu den Bauern gesprochen. „Meine Eltern waren Bauern, ich bin auf dem Lande groß geworden. Das hat mich gepägt“, sagte Köhler. Die Bauern in Bamberg dankten es ihm mit stehendem Applaus.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article982362/Bauern_lammfromm_bei_Treffen_mit_Horst_Koehler.html

Hier ein Videoausschnitt aus der Rede

Hier die vollständige Rede im PDF-Format

Bundespräsident Horst Köhler
28.06.2007

 

 

Appell und Bitte an die Bundestagsabgeordneten Bernd Siebert und Gerd Höfer

 

Einig sind sich die Menschen hier in der Bürgerinitiative, einig sind sich die über 6000 Menschen, die mit ihren Unterschriften bekennen, dass sie GVO auf unseren Feldern ablehnen. Einigkeit besteht auch bei über 70% der Bevölkerung darin, dass sie keine gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermittel wollen.

Demokratie kommt aus dem Griechischen und heißt: "VOLKSHERRSCHAFT", ist also eine Regierungsform, in welcher der Wille des Volkes ausschlaggebend ist. Schlägt sich dieser Wille in der Gesetzgebung nieder?

 

Da kommt ein amerikanischer Konzern daher und will uns mit Gen-Saat überschütten und die Menschen hier, die sich dagegen wehren, um sich und ihren Lebensraum zu schützen, die auch wissenschaftlich und durch weltweite Erfahrungen fundierte Argumente dagegen bringen, diese Menschen befinden sich n i c h t auf der rechtlichen Seite, da Monsanto durch unsere Gesetzgebung das Recht hat, Freilandversuche mit gentechnisch verändertem Saatgut durchzuführen und sich hinter diesem Gentechnik-Gesetz zu verstecken, wenn ihnen die Argumente ausgehen.

Ist das Recht?

 

Ist das Recht, wenn von Monsanto bezahlte Wissenschaftler die Unbedenklichkeit ihrer eigenen Produkte voller Anmaßung anpreisen? Zitat aus Monsanto’s Kurzbeschreibung des Projekts: ".... Risiken bestünden nur räumlich begrenzt für kurze Dauer mit vernachlässigbaren Wirkungen auf die Umwelt."....

Das heißt doch von Monsanto selbst, dass es welche gibt, wir aber sollen die Augen davor verschließen.

"Schlaf, Bürgerlein, schlaf!"

Leben lässt sich weder einsperren, noch vorausberechnen. Wie heißt es so schön: "Das Leben findet seinen Weg." Einmal freigesetzt, ist die Verbreitung von GVO nicht mehr aufzuhalten. Beispiele sind der Raps in Kanada, Papaya in Thailand, und, und, und.

 

Wir wissen doch bis heute nur bruchstückhaft, wie Leben eigentlich funktioniert. So wie wir erst einen gewissen Prozentsatz unseres Gehirns nutzen können, soweit können wir auch erst begreifen. Obwohl die Komplexität des gesamten Systems bisher noch nicht erfasst ist, die Gen-Forschung immer neue Erkenntnisse bringt und wir nicht die blasseste Vorstellung vom Ausmaß der Auswirkungen dieser Freilandversuche haben, hat Monsanto das Aussaatrecht auf seiner Seite und dieses Gesetz, das uns noch die Chance der Information und des Widerstandes gibt, dieses Gesetz soll auch noch verwässert werden, um solchen Firmen Tür und Tor zu öffnen.

Ist das Recht?

 

Die Gen-Technik stellt die gewaltigste Macht dar, die unsere Erde je gesehen hat und wir laufen Gefahr, Monsanto und Co. diese Macht, nämlich die Macht über die Ernährung der Menschheit, in die Hand zu geben.

 

Freiheit, die Freiheit so zu leben, dass ein Jeder das möglichst große Stück bekommt, ohne aber den Anderen dabei einzuschränken. Freiheit, selbst zu entscheiden, wie ich mich und meine Familie ernähre. Diese Freiheit wird von Firmen wie Monsanto massiv bedroht. Durch deren Verträge und Patente wird die bäuerliche Freiheit, wie wir sie kennen, zerstört, so wie es in anderen Ländern schon der Fall ist. Wir verlieren die Freiheit zu entscheiden, wie wir uns ernähren wollen und die Schöpfung verliert die Freiheit der natürlichen Artenvielfalt.

 

Zum Abschluss habe ich noch zwei Zitate aus AL Gore`s Dokumentation: "Eine unbequeme Wahrheit“: „Es kommt der Tag der Abrechnung, an dem man sich wünscht, man hätte die Zusammenhänge schneller begriffen -und -Zukünftige Generationen werden sich fragen: "Was haben sich unsere Eltern gedacht, warum sind sie nicht aufgestanden, als sie die Möglichkeit dazu hatten?"

Ich bitte Sie, seien Sie hellwach, sprechen Sie sich gegen eine Verwässerung des bestehenden Gentechnik-Gesetzes und gegen Gen-Technik auf unseren Feldern und in unseren Lebens- und Futtermitteln aus. Setzen Sie sich ein für eine Verschärfung des Gentechnik-Gesetzes.

 

Karin Schappert

am 09.07.2007 im

DGH Niedermöllrich

anlässlich des Besuches

der Bundestagsabgeordneten

Bernd Siebert CDU und

Gerd Höfer SPD,

die auf Einladung der "BI-Niedermöllrich und

Umgebung gegen

Gensaat"

zur Änderung des Gentechnikgesetzes

ihre Positionen deutlich machen sollten.


"In Sachen Umwelt-, Natur-, Tier-, und letztlich Menschenschutz gilt es, alle Kräfte über Organisations-, und Ländergrenzen hinaus, für diese Ziele, zum Wohle allen Lebens, zu bündeln."

Karl- Heinz Arsand